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Freitag, den 01.06.01
Aus
verschiedenen Ecken sind wir alle zusammen gekommen: aus
Salzburg, Kärnten, Oberösterreich, Steiermark, Graz
und Umgebung, aber auch aus der Schweiz, Südtirol und Deutschland.
Sozusagen sind wir multikulturell. Als wir gewisse Sprachschwierigkeiten
überwunden hatten (heißt es Bohnen, Bohnschoten, "Strankalan"
oder Fisolen?), haben wir uns mit den Eigenheiten der unterschiedlichen
Schulsysteme beschäftigt. Das allerdings erst beim Abendessen,
nach einer anstrengenden, für manche sogar 9-stündigen
Anreise.
Viele trafen sich im Zug, wo wir schon viel zu Lachen hatten
(wo ist der Kinderspielwaggon?). Unsere gute Laune konnte auch
durch die Nachricht nicht getrübt werden, dass kein "Bersch"
mit dabei sein würde.
Während am Bregenzer Bahnhof viele vergeblich nach einem
WC suchten, stießen unser zweiter Betreuer Johannes und
Regina aus Deutschland zu uns, und wir legten die letzte Wegstrecke
zur "Märy Ranch" gemeinsam im Bus zurück.
Dort angekommen, wartete bereits die aus der Schweiz angereiste
Barbara auf uns, und wir begannen die Quartiere zu verteilen.
Eine einzige Teilnehmerin fehlte noch in unserer Runde: Stefanie,
die noch eine Schularbeit zu bestreiten gehabt hatte. Sie traf
erst lange nach Mitternacht bei uns ein; dies lag wohl auch daran,
dass der Qualitätszug der ÖBB kaputt war.
Auf diese Weise konnte die Arme auch bei unserem Kulturaustausch
beim Abendessen nicht dabei sein. An diesem Abend haben wir noch
freiwillig gegessen
Auf jeden Fall freuten wir uns alle schon auf eine gemeinsame
kreative Woche.
Regina
Kathi
Mittwoch, den 06.06.01
Noch
müde von der vorigen Nacht kletterten wir um acht Uhr
aus unseren Betten. In der Hütte von Barbara, Stefanie und
uns war jedoch in dieser Nacht ein Bett leer geblieben - Barbara
war schon am Vorabend abgereist, wie vermissten sie schon sehr!!
Nun mussten wir die Konsequenzen des gestrigen Nicht-Aufessens
tragen (Versteht sich: Wir waren im Gasthof Sternen essen): Es
schüttete kaltes klares Wasser. Durchnässt beim Frühstück
angekommen, wurden wir von der schönen Schlagermusik begrüßt
(Das nennt man einen guten Start in den Tag). Nachdem wir unsere
täglichen Semmeln verzehrt hatten, traten wir unseren Weg
zum Bahnhof durch den Regen an: 12 Mädchen teilten sich
drei Schirme. Deshalb wurden wir auch ziemlich nass.
Am Bahnhof angekommen, schrieben wir noch rasch Abschiedsgrüße
auf alle erdenklichen Dinge, wie zum Beispiel Julias "Schlapfen"
oder Kathis Schülerkalender.
Als erstes verließen Regina und Johannes die Gruppe am
Bahnhof. Wir waren sehr traurig, denn jetzt wurde uns erst richtig
bewusst, dass wir uns für lange Zeit, oder vielleicht auch
nie wieder sehen würden. Doch wir versprachen uns, Kontakt
zu halten, durch Briefe, per SMS oder E-Mail.
Im Zug hatten wir trotz des drohenden Abschiednehmens noch viel
Spaß. Wir aßen das restliche Knabbergebäck,
lasen noch einmal die "Erlesenen-Leichen" vor und erinnerten
uns an die schönen gemeinsamen Erlebnisse.
Nun mussten uns Helena und Julia verlassen - viele, viele Tränen
flossen, als sie von ihren Müttern am Bahnsteig in Empfang
genommen wurden.
Wir wurden immer weniger
Es verließen auch noch Tanja,
Gabriele, Stefanie und Martin den Zug. Zu viert lag noch eine
lange Strecke vor uns - wir würden erst am Abend in Wien
ankommen, Melanie stieg schon etwas früher aus.
Also blieben nur noch Klara und wir übrig. Doch auch der
letzte Teil der Fahrt verging viel zu schnell. Erfreulicherweise
wurden wir von drei netten kleinen Mädchen, die gemeinsam
die indirekte Rede übten, unterhalten. Wir hatten auch auf
der restlichen Bahnfahrt noch viel zu lachen.
Obwohl wir uns auch freuen, wieder in Wien zu sein, müssen
wir trotzdem oft an Hard denken, es wird wohl eine unvergessliche
Woche bleiben
Clarissa und Christina
Lesetipp: Das Werkstatt-Tagebuch
zur Schreibzeit Hard 1999 |