Beatrice Garske (12)
Wir bringen ihn um
»Wir bringen ihn um!« die ersten Worte von
Sarah und mir, als wir die vielen Stufen der Schlossbergstiege
überwunden hatten. »Naja«, sagte Sarah, »erst
danken wir ihm für die schöne Aussicht.« »Aber
danach erstechen wir ihn!« Meinte ich.
Es wurde kalt, und wir froren sehr, natürlich gaben wir Martin
die Schuld. »Das darf ja wohl nicht wahr sein, ich ...«.
Da kam Martin plötzlich mit einem Messer in der Hand auf
uns zu. Hatte er das Gespräch über ihn gehört?
Wir rannten schnell vor Martin weg, denn wir dachten, er wolle
uns umbringen. Wir beeilten uns so sehr, das wir gar nicht merkten,
wo wir überhaupt hinliefen. Da war es schon passiert, wir
rannten gegen den Uhrturm. Alles drehte sich um uns.
Plötzlich befanden wir uns auf ja wirklich
auf der Uhrturmspitze. Warum bloß? Waren wir ohnmächtig?
Auf einmal rutschten wir ab. Uns wurde schwindlig.
Jetzt saßen wir wieder vor dem Uhrturm. Da kam Martin zu
uns und fragte, ob wir ein Messer brauchen, er hatte es gerade
zum Apfelschälen benutzt; Sarah hatte nämlich auch einen
Apfel dabei.
Er wollte uns also nicht erstechen.
Als wir die Stiege wieder runtergingen, merkten wir, dass unsere
Füße furchtbar weh taten. Und wem gaben wir die Schuld?
Natürlich Martin!