Beatrice Garske (14)
Max
Max war ein ganz gewöhnlicher Junge, der nichts Besseres zu tun hatte, als auf dem Meeresboden spazieren zu gehen. Ihr haltet das jetzt sicher für komisch, ich meine, wer läuft schon auf dem Meeresboden hin und her? Aber Entenhausen ist nunmal auf dem Meeresgrund, und für die Leute, die dort wohnen, ist das nichts Ungewöhnliches.
Na, jedenfalls hatte Max mal wieder Langeweile und guckte sich die Stadt an. Er hatte nicht gerade sehr viele Freunde, denn er wohnte vorher in einem kleinen Dorf im Schwarzen Meer. Aber da fand er es nicht mehr schön, weil immer mehr Rockerfische das Meer verpesteten. Deshalb zog er ins Mittelmeer, in das schöne, unverschmutzte Entenhausen.
Jedenfalls waren die paar Freunde, die er hatte, im Urlaub.
Aber da kam Max jemand entgegen. Doch wer war das? Max hatte diesen Jungen noch nie gesehen. Er ging weiter, und schon trafen sich die beiden.
»Hi, wie gehts, wer bist du denn?« fragte Max.
»Ich bin Idefix, und du?«
»Idefix? ha, ha! Was ist das denn für ein Name? Hört sich an wie ein Hund! Ich bin übrigens Max. Sorry, aber dein Name ist echt komisch, ha, ha!«
»Ich kann doch auch nichts dafür. Wohnst du hier?«
»Ja, aber erst seit kurzem. Idefix, ha, ha!«
»Ich weiß nicht, wo es lang geht. Ich habe mich verlaufen. Ich wohne in einem kleinen Dorf, in der Nähe von Entenhausen, und wollte mich hier ein bisschen umschauen. Jetzt bin ich schon ziemlich lang gelaufen und habe keine Ahnung mehr, wo ich bin. Und so was wie Wegweiser gibt es hier ja auch nicht.«
Max zeigte Idefix den Weg. So gut kannte er sich zwar auch nicht aus, aber irgendwie schafften sie es doch, sich durch das Meer zu finden.
Die beiden verabredeten sich gleich für den nächsten Tag. Max hatte endlich einen richtigen Freund, und darüber war er sehr glücklich.