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Samstag, 23. März 2002 Anreise
[...]
In Nürnberg stiegen wir in den Intercity um. Er hatte lustige,
giftgrüne Sitze. Ich ließ mich auf einen der Sitze
fallen, stellte den Rucksack neben mich auf den Boden (zu meinem
Bedauern enthielt er nur mehr drei Wurstsemmeln und einen Apfel)
und zog ein Buch heraus. Gunnar (aufgrund seines Aussehens genannt
Gundi) setzte sich neben mich und grinste mich an.
Über meinem Buch wurde mir langweilig, also legte ich es
wieder weg und fragte Gund
pardon, Gunnar: "Spielen
wir Quartett?" Gunnar nickte, und ich legte fünf verschiedene
Eisenbahn-Quartette auf den Klapptisch.
Gunnar wählte eines aus, und wir begannen zu spielen. Hin
und her ging die Partie, 15 Minuten lang. Bald hatte der Eine
mehr Karten, bald der Andere. Doch nach 20 Minuten setzten sich
mein ICE und mein Eurostar durch, und ich gewann.
Ich wandte mich wieder meinem Buch zu, die Beine legte ich dabei
über die Sitze vor mir. "Igitt!" rief Thomas,
der vor mir saß, (kann aber auch Heinzi gewesen sein),
"Igitt, nimm deine Kasler da weg!" Begeistert legte
ich mein Buch weg. Endlich wieder einmal eine interessante Beschäftigung!
In den nächsten fünf Minuten waren Gunnar und ich eifrig
damit beschäftigt, abwechselnd Thomas und Heinzi zum Wahnsinn
zu treiben, indem wir ihnen unsere Kasler' vor die Nase
hielten. Schließlich hatten wir genug davon und hörten
auf. Ich vertiefte mich wieder einmal in mein Buch. Ziemlich
viel später waren wir in Halle an der Saale und stiegen
aus.
Anton Maurer
Sonntag, 24. März 2002
Martin
hat Geburtstag!
Martin hatte an diesem Tag Geburtstag, er wurde vierzig Jahre
alt. Zum Frühstück beglückten ihn einige Kinder
mit ihren Geburtstags-Geschichten.
8:30 Frühstück
Zum Frühstück gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen,
nur, wie schon vorher berichtet, trugen einige Kinder ihre Geburtstagsgedichte
vor.
9:00 Schreibwerkstatt
Eine halbe Stunde später gab es wieder die Schreibwerkstatt.
Wir bekamen drei vorgegebene Themen und sollten diese in eine
Geschichte umwandeln.
12:00 Mittagessen
Das Mittagessen war eigentlich das Witzigste am ganzen Tag. Wir
holten wie gewöhnlich unser Trinken. Kaum stand es am Tisch,
stieß Gunnar das erste Glas um. Bald darauf folgte dieses
Manöver auch beim Nachbartisch, und dann stieß Christian
bei unserem Tisch das dritte Glas um. Zum krönenden Abschluss
haute Gunnar noch ein Glas über den Tisch. Dann gingen wir
lachend in unsere Zimmer zurück.
14:00 Naturlehrpfad
Im Wald gingen wir einen sogenannten Naturlehrpfad entlang, mit
Schreibblock und Stift. Wir mussten allerlei Pflanzen ansehen,
und die Namen einiger dieser Pflanzen auf ein Blatt Papier schreiben.
Anschließend gingen wir wieder in unserer Herberge zurück.
19:00 Freies Spiel
Juhuuu! Endlich frei. Ab 19 Uhr hatten wir freies Spiel. Eigentlich
konnten wir tun, was wir wollten. Im Nebenzimmer ging es ziemlich
wild her, im Gegensatz zu unserem Zimmer.
Daniel Geymayer
Montag, 25. März 2002, vormittag
Leicht
müde kamen wir aus unseren Betten gekrochen. Christina musste
uns geweckt haben, aber das bekam ich nicht mit, da ich erst
fünf Minuten vor dem Frühstück aufgestanden war.
In Windeseile und mit Lichtgeschwindigkeit zog ich mich an. Maria
stand noch später auf, aber sie hatte ja auch keine Kontaktlinsen
zu bewältigen.
Das Frühstück war, wie es eben immer ist, in so einer
Jugendherberge. Das Beste waren allerdings die frischen Brötchen,
die sich die Kornflakefreaks entgehen ließen.
Dann kamen Martin und Christina auf die wahnsinnige Idee, mit
uns den Naturlehrpfad zu betreten. Es war der reinste Horror.
Alle froren und bespritzen sich die Hosen mit Schlamm. Und dann
war die einzige Attraktion ein »Lichtloch«, dass
hell beleuchtet war. Martin und Christina natürlich in heller
Begeisterung: Ein Anlass zum Schreiben!
Voller Schlamm und Matsch kehrten wir in die Jugendherberge zurück
und benötigten die Zeit bis zum Mittagessen, um unsere Hosen
und Schuhe zu säubern.
Christiane Scherch
Montag, 25. März 2002, nachmittag
So
nun werde ich euch mal etwas berichten. Zum Mittagessen gab es
nichts besonderes, nämlich Würstel und Kartoffelsalat.
Mir passierte noch etwas Peinliches, was ich aber nicht sagen
möchte. Danach hatten wir endlich Freizeit. Naja, eigentlich
war sowieso meistens Freizeit. Ich ging in das Mädchenzimmer,
da war allerdings nicht sehr viel los. Nur Gunnar war gut drauf,
er brachte die meisten zum Lachen. Dann mussten Chrissi, Leon
und Judith noch zu den Senioren, etwas vorlesen.
Inzwischen alberte ich mit ein paar Mädchen rum. Dann wurde
es wieder interessant, denn ein Schriftsteller kam zu uns. Er
erklärte uns allerhand.
Bald darauf gab es Abendessen. So wie immer eine kalte Platte.
Doch ich aß fast nichts.
Endlich, nach dem Abendessen, gingen wir hinaus, um uns die Gegend
ein wenig anzuschauen. Irgendwann wurde es Maria und Nele zu
kalt, deswegen gingen sie zurück.
Da blieben dann nur noch Chrissi und ich übrig. Wir gingen
durch Sackgassen, die wie Labyrinthe aussahen. Um halb sieben
waren wir die einzigen Menschen auf der Straße. So eine
Schweinerei. Das gibt es doch nicht, dachten wir, doch es stimmte.
Außer einem alten Ehepaar, das eng umschlungen durch die
Stadt ging, sah ich nichts mehr. Hilfe, war das öde! Na
gut, als wir uns dann noch umschauten, entdeckten wir noch eine
Tankstelle. (Wow, wir konnten es nicht fassen, endlich Menschen!)
Wir gingen dort aufs Klo und bekamen noch einmal bestätigt,
dass echt nirgends was los war. Daraufhin gingen wir wieder in
die Jugendherberge, wo alle Flaschendrehen und andere Spiele
spielten, und sich recht gut amüsierten.
Alisha Gamsjäger
Dienstag, 26. März 2002
Dienstag
aßen wir, wie jeden Tag, um halb neun Frühstück.
Danach holten wir unsere Schreibsachen und gingen in den Nebenraum.
Dort schrieben wir dann Wer-Wo-Was-Geschichten. Das war lustig.
Ich hatte auf den ersten Blick völlig nicht zusammenpassende
Wörter. Aber dann ist mir was eingefallen.
Halb elf zogen wir uns an und gingen ins Rathaus zum Bürgermeister.
Der begrüßte uns freundlich und erzählte uns
etwas über die Stadt. Dann lasen drei von uns ihre Geschichten
vor. Da beim Bürgermeister Mittagessen vorgesehen war, aber
sie sozusagen Pleite waren, kriegten wir Kekse und etwas zu trinken.
Hanna Schott
Mittwoch, 27. März 2002


Donnerstag, 28. März 2003 Abreise
6.30: "Aufstehen!", hörte ich Alishas Stimme
neben mir. Schnell zog ich mich an. Um 7.45 Uhr mussten wir Sack
und Pack gesattelt haben und fertig sein. Das Frühstück
war wie gewöhnlich, doch als Zusatz gab es Lunchpakete für
uns Österreicher (Knoppers, Mandarinen, Getränke,
[Yam, yam!!!]).
Um 8.00 Uhr fuhr der gemietete Bus mit uns ab. Um ca. 9.00 Uhr
kamen wir in Halle an, wo wir noch eine halbe Stunde bummeln
durften. Thomas und ich keksten uns über eine Zinnstatue
ab, mit dem Titel: "Der Schauende", die einen nackten
Mann, der wirklich ziemlich dumm dreinschaute, darstellte. Danach
liefen wir zum Bus zurück, wo sich Nele (die direkt aus
Halle kam) verabschiedete.
Dann fuhren wir weiter zum Hauptbahnhof, so sich auch Leon und
Hanna verabschiedeten. So, jetzt waren wir Österreicher
unter uns. Im Zug angekommen, beschäftigten wir uns mit
sinnlosen Drudeln und Witzen. Daraufhin stiegen wir in einen
ICE um und spielten ein paar Mal UNO. Thomas, Alisha, Gunnar
und Lena begannen sich um meine Comichefte zu streiten.
15.12 Uhr: Schnell hetzten wir am Münchner Hauptbahnhof
aus dem ICE in einen irrsinnig laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangen
EC (Euro City) - und wir saßen natürlich im allerletzten
Wagon!
Thomas hatte sich das Lustige Taschenbuch von Alisha erkämpft
und las dann ganz selig. Circa die Hälfte des Weges hatten
wir ja zum Glück schon hinter uns. Um viertel fünf
begannen Anton, Gunnar und ich "Ich seh etwas, was du nicht
siehst" zu spielen. Doch nach einiger Zeit wurde es uns
zu blöd. Daniel zeichnete inzwischen ein Zipfelianus-Comic,
während Karl-Heinz schlief.
Lisa Heidinger
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