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Samstag, 15. Juli
Die Fahrt nach Deutschland
hat 13 Stunden gedauert. Von 9 Uhr bis 22 Uhr. Dabei sind wir
viermal umgestiegen. Warmes Mittagessen gab es keines. Wir fanden
es ziemlich langweilig. Aber durch das Spielen und Musik Hören
vergaßen wir fast die Langeweile. Als wir in Frose umsteigen
wollten, kam eine Schaffnerin und erklärte uns, dass der
Zug nicht in Frose hält, und ging weg. Wir dachten schon,
wir müssen im Freien oder im Zug übernachten. Doch
da kam die Schaffnerin wieder und sagte: »Tschuldigung,
jetzt war ich verkehrt, wir sind doch jetzt 'ne Bahn.«
Das sollte soviel heißen wie dass der Zug doch in Frose
hält. Dann später, als wir aus dem letzten Zug ausgestiegen
waren, wussten wir nicht, in welche Richtung wir gehen sollten.
Ein Mensch oder ein Auto war auch nicht in der Nähe. Wir
warteten fünf Minuten. Da kam ein Bus und holte uns ab.
Laura
Anja
Montag, 17. Juli
Wir
hatten die halbe Nacht kein Auge zugetan, deswegen krochen wir
müde aus unseren Betten. Nach einem ausreichenden Frühstück
stand Geschichten Schreiben auf dem Plan. Themen waren: Wann,
wenn nicht jetzt?, Liebesgeflüster, Der Köder, Versöhnung
und das Jokerthema: Zug des Lebens.
Wir beide schrieben zum ersten Thema.
Zum Mittagessen gab es Nudeln mit Soße. Ab 15 Uhr spielten
wir Räuber und Gendarm. Maria war Räuber, Jackie Gendarm.
Wir hatten lustige Aufgaben vorbereitet, z. B. die Geschichte
von Bambi erzählen oder einen halben Baum aus dem Weg räumen.
Zum Schluss mussten uns die Gendarmen im Hotelpark suchen. Später
wollten einige von uns (darunter wir beide) noch ins »Badeland«
gehen. Was wir für eine Riesensauerei hielten: Der Eintritt
für eine Stunde sollte 4,50 DM kosten, und das Badebecken
war sehr klein.
Enttäuscht gingen wir nach Hause zur Jugendherberge. Das
Abendbrot war gut. Danach trugen wir ein Kegelturnier aus. Bea,
Karsten, Anton und Maria waren die Sieger. Später spielten
wir »Grüne Grenze«, »Schwarze Magie«,
»Kreuzapotheke« und vieles andere. Darauf anschließend
gingen wir bald schlafen.
Maria
Jacqueline
Dienstag, 18. Juli
Nach dem Frühstück
wanderten wir zur Burg Falkenstein. Dort angekommen, stürmten
alle den Souvenirshop. Dann konnten wir die Burg besichtigen,
um Informationen für die Geschichten zu sammeln, die wir
bald darauf geschrieben hatten.
Danach wanderten wir wieder zurück und lasen die Geschichten
vor. Kurz darauf kam der Schriftsteller Jürgen Jankofsky.
Dieser gab uns Hinweise und Tipps fürs Schreiben, stellte
sich und einige seiner Bücher vor.
Am Abend gab es noch ein Lagerfeuer. Der Dichter Kurt Wünsch
half uns beim Anzünden und Pappe Sammeln. Es war ein toller
Tag.
Dietmar
Karsten
Mittwoch, 19. Juli
Es ist
8 Uhr, alle schlafen noch. Doch da stürmt Christina ins
Zimmer und schreit: »Schnell, aufstehen, sonst gibt es
kein Frühstück mehr!« Mir ist das total egal
und bleibe lieber in meinem Bett. Aber die meisten anderen rennen
in den Essensaal.
Nachdem alle satt waren, gingen wir runter in den Klubraum zur
Schreibwerkstatt mit Kurt Wünsch. Wir schrieben eine Geschichte
von ihm zuende.
Danach ging's ab nach Meisdorf. Zur Bürgermeisterin. Dort
haben wir uns erstmal vollgestopft. Lecker! Als wir dann mit
der Feuerwehr zurück zur Jugendherberge fuhren, mussten
wir aufpassen, dass wir nicht rausfallen!
Dann hatten wir noch ziemlich viel Zeit bis zur Abschlusslesung.
Die meisten guckten einen Film, der Rest spielte irgendwas oder
schrieb Tagebuch - wie ich.
Es war endlich so
weit. Wir stiegen in den Minibus und fuhren mal wieder nach Meisdorf.
Sehr viele Besucher kamen nicht zur Lesung, aber das hat uns
nicht gestört. Und auch, wenn es die 13. Werkstatt war,
es hat alles geklappt!
Beatrice
Donnerstag, 20. Juli
Am 20.7. traten wir die Heimreise an.
Die Deutschen durften weiterschlafen und wir Österreicher
mussten früh aufstehen, weil wir noch eine fast 14-stündige
Fahrt vor uns hatten. Zum Frühstück gabs wieder Semmeln,
die man beliebig belegen konnte. Wir bekamen auch noch ein Lunchpaket
mit. Und dann gings mit einem Kleinbus zum Bahnhof.
Da kam auch schon
der Zug.
Wir vertrieben uns die Zeit mit: Lesen, Beruferaten, Martins
unlösbare Zeitungsrätsel Lösen und Essen. So vergingen
ein paar Stunden recht lustig. Ziemlich zu Mittag kamen wir am
Münchner Hauptbahnhof an. Weil wir fast eine Stunde Aufenthalt
hatten, beschloss Martin, mit uns in ein Pub zu gehen. Hier kam
auch Lauras Papa dazu, weil Anja und sie in Salzburg umsteigen
mussten, weil sie nach Wien wollten. Ich kaufte mir schnell ein
Lucky-Luke-Heft. Martin bestellte wie immer seinen Kaffee und
Christine ein Schnitzel. Ich durfte die übrig bleibenden
Pommes essen.
Da kam unser Zug, und wir stiegen ein. Und so ging die Fahrt
weiter. Lauras Vater ging drei Mal in den Speisewagen, für
sie Chips holen. Dann waren wir aber in Salzburg, die drei fuhren
weiter nach Wien, und der Speisewagen wurde abgekoppelt. Anton
stieg auch um, weil er nach Niederösterreich wollte. Ich
schlief gleich ein.
Martin weckte mich, weil wir in den Bus umsteigen mussten. Auch
im Bus schlief ich ein. Dann stiegen wir wieder in den Zug um,
und weil ich jetzt ausgeschlafen war, spielten wir Beruferaten
und »Ich seh', ich seh', was du nicht siehst«. Und
da waren wir auch schon am Grazer Hauptbahnhof, wo Christine
und ich schon erwartet wurden. Martin wurde von Christines Mutter
heim geführt und ich fuhr mit meinem Paps nach Hause.
Lisa

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