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Freitag, 26. Oktober 2001
Wir sind noch alle
relativ früh aufgewacht, am ersten ganzen Tag, den wir miteinander
verbrachten, denn komischerweise schläft man jeden Tag ein
bisschen länger (das kommt aber sicher nicht von nächtlichen
Ausflügen zu diversen Zimmern, wie sie Anna Schuster immer
zu Hören glaubte.)
Um halb Neun gab es jedenfalls zum ersten Mal das reichhaltige
Frühstück, dass aus Kakao, Kaffee, Tee, Orangensaft,
Apfelsaft, Schwarzbrot, Semmeln (die nach der Meinung von Martin
zu Feiertagen immer sehr müde aussehen), Cornflakes, etc.
bestand.
Am Vormittag war dann Schreiben angesagt. Die Stichwörter
waren: 1. Als nichts geschah, 2. Spät aber doch, 3. die
Anderen, 4. der Zauberberg, 5. Überraschung.
Wie immer konnte jeder schreiben, wo er wollte. Danach wurden
die Geschichten vorgelesen, und es dauerte nicht lange, da kamen
auch schon die ersten Toten in den Geschichten vor.
Doch eine Schreibzeit ohne Leichen ist doch wie eine Anna Schuster
ohne Fotoapparat - unvermeidbar.
Bis 12 Uhr, wo es Mittagessen gab, wurden wir nicht fertig mit
Geschichten Lesen, also gingen wir erst einmal essen. Es gab
panierten Fisch mit Kartoffeln, und als Nachspeise Eis.
Um 13 Uhr erwachte unser Haus dann zu neuem Leben, als Klara
(spät aber doch) ankam. Sie war etwas angeschlagen, weil
sie eine Woche zuvor krank wurde, doch anscheinend war es doch
etwas Gröberes, oder sie bekam von uns so einen Schrecken,
als sie uns sah, denn als sie ausstieg, vergaß sie gleich
ihren Koffer im Taxi. (Er wurde später nachgebracht.)
Nach einer kurzen Mittagspause lasen wir die Geschichten zu Ende.
Danach gab es neuen "Schreibstoff" für uns: Jeder
zog ein Los, auf dem der Name eines anderen (unserer Gruppe)
stand. Über diese Person "mussten" wir dann eine
Szene beschreiben, die in der Zukunft stattfand. Da kam es dann
schon vor, dass jemand als "alter Opa" bezeichnet wurde,
der gerade noch zwei Haare am Kopf hatte, und seine Enkelsöhne
ihn mit "Opi, lebst e noch?" begrüßten,
(Namen wollen wir keine nennen), oder jemand anderer die größte
Autorin der Welt war, die allen armen Menschen auf der Welt half
und für Frieden und Wohlstand sorgte.
Am Nachmittag mussten
wir dann in ganz Steinberg "herumlatschen", um Vier
Silben zu suchen, mit denen wir am nächsten Morgen eine
Geschichte verfassen sollten. Das Problem an der Sache waren
nicht die Aufgaben, die wir zu lösen hatten, damit wir die
Zettel mit den Silben fanden, das Problem waren die Silben selbst:
Denn auf die Wortsilben SCHUSUSRIMKA (©
Anna Schuster) fiel nur einem Martin Bangratz etwas ein, doch
das dafür zur Genüge. (Nachzulesen bitte im Buch).
Am Abend wurden die Lachmuskeln dann aufs neue strapaziert, als
wir beim gemütlichen Zusammensitzen das Spiel "Erlesene
Leiche" spielten (Eigentlich war Martin Ohrt ja gegen Leichen,
jedoch machte er diesmal eine Ausnahme).
Das Spiel funktionierte folgendermaßen: Jeder bekam einen
Zettel und einen Stift in die Hand. Dann wurde ein Thema ausgemacht,
und jeder schrieb einen Satz über dieses Thema auf den Zettel,
faltete dem Zettel dann um und schrieb das letzte Wort des Satzes
an den Satzanfang. Der nächste schrieb dann weiter (wobei
man sich eben am letzten Wort orientierte).
Thema Nummer eins war Arnold Schwarzenegger auf dem Mars. Dabei
kam es vor, dass sowohl die Marsmännchen als auch Schwarzenegger
(der am Mars den Terminator spielte) des öfteren in einer
Geschichte *räusper*... starben. Dabei lieferten sie sich
immer heiße Gefechte, und "Arnie" wütete
so richtig ab.
Beim Thema Nummer zwei ging es auch ziemlich rund, denn Leonardo
di Caprio machte einen kleinen Urlaub am Lande. Doch beim Kuhmelken
war er ziemlich ungeschickt, deshalb bekam er auch des öfteren
einen kräftigen Tritt in den Bauch und flog dabei in den
Schweinestall, oder er geriet außer Kontrolle, trank "Red
Bull" und flog davon.
Nach der "Erlesen Leiche", nach der wir ziemlich geschlaucht
waren, ließen wir noch den Abend gemütlich ausklingen,
legten uns zu Bett UND GINGEN NICHT AUF NÄCHTLICHE TOUREN*.
*)Anm. zur Besänftigung der Eltern und Erziehungsberechtigten
Martin Fischer
Samstag, 27. Oktober 2001
GÄHN!
Schon acht Uhr? Lena, Katharina und Beatrix (wir) mussten aufstehen!
Wir sagen euch, das ist nichts für Morgenmuffel!
Mann muss in aller Hergottsfrühe (acht Uhr) aufstehen, damit
man rechtzeitig zum Frühstück erscheint. Sonst besteht
die Gefahr, dass man nichts mehr abbekommt. Außerdem muss
man zirka 400 Meter bis 500 Meter zu Fuß zum Speisesaal
gehen.
Als wir von der "Raubtierfütterung", bei der es
fast alles gab, zurückkamen, hatten wir zirka eine dreiviertel
Stunde Freizeit. Danach schrieben wir Geschichten aller Art.
Beim Geschichten Lesen und Besprechen wurden wir wegen einem
köstlichen Mittagessen unterbrochen, das drei Gänge
enthielt.
Wieder bekamen wir Freizeit, die diesmal eineinhalb Stunden dauerte.
Um zwei Uhr trafen wir uns im Gemeinschaftsraum, weil wir eine
Schnitzeljagd geplant hatten. Zum Schweiß Ausbrechen! Kniebeugen
machen und Gedichte dichten.
Als wir fertig waren, mussten wir uns für das Abendessen
fertig machen und uns zum Speisesaal begeben.
Nach dem Abendessen machten wir bis zehn Uhr lustige Spiele,
bei denen es viel zu lachen gab.
Jetzt aber ab in die Stübchen! Schlafenszeit!
Lena Bodner
Katharina Hüttaler
Beatrix Reif
Sonntag, 28. Oktober 2001
Nach einer relativ
ruhigen Nacht gab es um halb neun Uhr (Winterzeit!!! Wir vergaßen
unsere Uhren umzustellen, und waren schon um halb acht munter,
geduscht und fertig angezogen.) Frühstück. Dieses schmeckte
übrigens KÖSTLICH! Kein Vergleich zu dem ranzig schmeckenden
"Nutella" (das ja eigentlich gar keines war) in Halle/Deutschland!
Den Vormittag verbrachten wir mit dem Verfassen von Texten zu
einem von diesen fünf Themen:
1.) In der Falle
2.) Der Tunnel
3.) Da liegt der Hund begraben
4.) Unschlagbar
5.) Spurensuche
Da zu diesen Themen noch viele interessante, gruselige und witzige
Geschichten entstanden, wurde der Nachmittag genutzt, diese für
die Lesung am nächsten Tag zu überarbeiten und am Computer
zu tippen. Nach dem Nachtmahl, das, wie sollte es anders sein,
vorzüglich war, wurde dann noch bis halb elf Uhr viel gespielt
(z.B. Mäxchen, Uno, Vier gewinnt, Kuhhandel, "Erlesene
Leiche",
).
In Anspannung (Lesung) und Trauer (Abschied!) erwarteten wir
den nächsten Tag.
Klara Jiranek
Nada Dzubur
Erna Memic |