Wiener Literaturwettbewerb »Geheimnis«


Begründung der Jury

1. Preis: Gwendolyn Meisinger: Wynniepegs Geheimnis
Mit viel Witz erzählt uns Gwendolyn Meisinger in dieser Geschichte von einem ganz besonderen Mädchen und dem Auftauchen eines Pegasus in ihrem Heimatort. Vor allem die außergewöhnlichen Beschreibungen, der klare Aufbau der Geschichte und die Art und Weise, mit der die Autorin den Leser langsam zur Auflösung führt, hat die Jury dazu bewegt, sie mit dem ersten Platz zu prämieren.

2. Preis: Arianna Dorschel: Das Geheimnis der Prinzessin Vivienne u.a. Geschichten
Ob es um die Bauprojekte eines märchenhaften Wiener Königs geht oder um einen weisen Prinzen, der die Liebe zu einer Prinzessin beweisen muss: Die erst achtjährige Autorin erzählt mit viel Fantasie drei kurze Märchen, die durch ihre Originalität und klare Pointen bestechen. Sie bewegt sich stilsicher in der Gattung Märchen. Für ihr junges Alter sind die Geschichten schon sehr gut ausgearbeitet.

3. Preis: Anton Deicher: Der Geheimbund
Einige Jungen bilden einen Geheimbund, um dem Außenseiter der Klasse eins auszuwischen. Doch der Ich-Erzähler macht da schließlich nicht mehr mit… Anton Deicher präsentiert ein psychologisch sehr schlüssiges Dilemma aus dem Alltag eines jungen Menschen. Die Perspektive des Helden wird realistisch dargestellt und ohne Bruch durchgehalten.

4. Preis: Clara Koss: Sieben Steine - sieben Wächter
Die Fantasygeschichte, in der die Heldin mehrere Prüfungen bestehen muss, überzeugte die Jury durch gelungene Beschreibungen und einen kohärenten, geradlinigen Verlauf. Die Autorin hat sich mit dem 10 Seiten langen Text viel vorgenommen und ihn auch erfolgreich umgesetzt.

5. Preis: Isabella Mattasits: Geheimnis des Überlebens
Isabella Mattasits hat vor allem durch die beklemmende Beschreibung einzelner Szenen die Aufmerksamkeit der Jury erregt. Die Perspektive des Opfers wird ungebrochen durchgehalten und so manche Szene geht einem näher, als einem vielleicht lieb ist.

6. Preis: Sibylla Windisch: Otto, Papa und das Dreimeterbrett
Sibylla Windisch erzählt sprachlich sicher und nicht ohne Wortwitz die Geschichte von Otto, der mit der Hilfe seines Vaters lernt, seine Angst zu überwinden. Sie zeigt, dass man einem ersnten Thema durchaus mit Augenzwinkern begegnen kann.

7. Preis: Lena Keresztes: Das tanzende Skelett
Dieser für eine noch sehr junge Schreiberin bereits lange Text überzeugte die Jury durch einen gelungenen Einstieg, flüssige Dialoge und Beschreibungen sowie einen außergewöhnlich sicheren Aufbau.

8. Preis: Lisa Stüttler: Das Geheimnis der drei Mädchen
Lisa Stüttlers Geschichte erzählt von einer Piratin und zwei Mädchen, von denen sie bei ihren Abenteuern begleitet wird. Neben der sprachlichen Sicherheit fand vor allem die atmosphärisch schöne Einstiegsszene die Aufmerksamkeit der Jury.

9. Preis: Stella Kaminger: Das Geheimnis der alten Dame
Die erst achtjährige Autorin zeigt auf neun unterhaltsam geschriebenen Seiten, dass der Alltag einer Frau im Altersheim nicht langweilig sein muss. Ihre Geschichte ist gelungen aufgebaut und sprachlich gut umgesetzt.

10. Preis: Matthäus Uitz: Der weiße Tiger von Mangalur
In diesem kompetent umgesetzten Text versetzt uns Matthäus Uitz nach Indien, wo ein geheimnisvoller weißer Tiger für Aufregung sorgt. Die Geschichte überzeugte die Jury vor allem durch ihre Atmosphäre.

Die Jury:
Elisabeth Klar, Wien
Susanne Müller, Wien
Martin Ohrt, Graz

 


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