Manuela Schöpfer (17)

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die perle

wind weht durch ihr langes haar. spielt damit. wie ein kind. unberechenbar.

allein ist sie. fast thronend auf dem grauen felsen. ein bild an der wand. an irgendeiner.

leer scheint er. ihr blick. gleitet an den wellen entlang. verliert sich auf ihren kronen. löst sich von hier.

zärtlich streichelt das meer ihre weiße haut. hinterlässt spuren. sie verwischen. nur eine träne sucht danach. aus angst alleine sterben zu müssen.

am horizont verschluckt sich die sonne. nur ein hilflose strahl lässt ihr gesicht noch einmal schimmern. einen atemzug lang glitzert es in ihren augen. und die dämmerung trägt es mit sich. das ufer am anfang des anderen endes.

ein versuch sich daran zu gewöhnen. vergeblich. sie zerbricht. jedesmal.

und die wellen zerschlagen sich am riff. ein elfenkampf. niemals endend. sie sieht zu. wartet. bleibt verschlossen. unberührt. liegt sie da. die muschel.

stille zerreißt das gekreisch der möwen. sie wünscht sich geier.

lächelnd. frisst es sich in sie. leicht fällt es. fragt nicht. versteinert sie. im licht des schattens. bedingungslos.

ein elfenkampf. niemals endend. ohne sieg. sie sieht zu. wartet. bleibt verschlossen. die muschel.

ihre augen spiegeln es nicht mehr. das meer. klar. ohne grund.

auf und ab suchen die wellen ihren weg. wie immer schon. zu ewig.

die träne erstickt im sand. stirbt allein.

und der wind spielt mit ihrem haar.