Kritik zum Text "die perle" von Manuela Schöpfer

(Auszug)

Die Textbesprechung fand am 1. Juli 2001 während der Schreibzeit Leoben statt.

 

Katharina H.:

Mir hat der Ausdruck sehr gut gefallen.

Elisabeth:

Also ich fand das eine echt schöne Bildsprache. Es ist ein leichter Stil, und es war wirklich schon sehr gekonnt – irgendwie schon gedichtartig, obwohl es noch ein Prosatext war.

Daniela:

Ich habe gefunden, dass der Text ziemlich beruhigend geschrieben ist. Die Wortwahl war ziemlich passend. Am besten hat mir gefallen, dass der Anfangssatz zugleich auch am Ende gestanden ist.

Conny:

Ja, das mit den Sätzen hat mir eben auch sehr gefallen. Man hat das wiedergefunden in dem Text. Die Bildhaftigkeit ist wirklich gut herausgekommen, die Ausdrücke waren wirklich sehr gut. Der Text hat irgendwie etwas Beruhigendes gehabt, und gleichzeitig hat man sich das sehr gut vorstellen können, was damit gemeint war.

Maria:

Also, es ist ziemlich durchlaufend, man findet viele Sachen wieder. Dadurch ist es, glaube ich, schon leichter zu lesen. Mir hat auch gefallen, dass man es sich ziemlich gut vorstellen hat können. Vom Stil her habe ich es sehr gut gefunden.

Kathi:

Also, mir hat das Gedicht irrsinnig gut gefallen, weil es wirklich schön war, weil es eine wunderschöne Melancholie war. Aber ich bin nicht mehr wirklich kritikfähig.

Nane:

Ich habe es auch total super gefunden und sehr ausdrucksstark.

Susanne H.:

Ich fand es auch sehr schön, vor allem war es ein eigener Stil. Es gibt eigentlich nicht viel dazu zu sagen, weil es in sich so geschlossen war. Es waren auch viele Bilder – ich fand die Melancholie, die leichte Melancholie irgendwie schön. Und diesen Bogen von Anfang zum Ende mit dem Satz fand ich gut. Nur ein Satz hat mir nicht so gefallen, das war in diesen zwei Zeilen: "ein Bild an der Wand an irgendeiner Wand", das passt nicht so richtig rein.

Susanne M.:

Das mit dem Bild an der Wand ist mir auch aufgefallen, weil es irgendwie rausgerissen war, das stimmt. Aber so der Stil hat mir recht gut gefallen, weil er eigentlich nicht übertrieben war oder schwer oder so. Die Beschreibungen haben mir auch gefallen, bis auf ein paar wenige, die haben irgendwie nicht so reingepasst, waren abgedroschener als die anderen, weil viele waren ja schön, zum Beispiel: "am Horizont verschluckt sich die Sonne", das hat mir gut gefallen, das schreibt eigentlich sonst keiner. Aber so Sachen wie "Meer streichelt ihre weiße Haut", das hat mir nicht so gefallen. Die Wiederholungen passen in dem Fall herein, das hat mir auch gut gefallen.

Svetlin:

Ich werde dieses Werk nicht kommentieren, weil ich denke, dass da alles drinnen gesagt wird. Dieser Text ist so schön, dass ich mich nicht traue, Kritik auszuüben.

Rossen:

Ich habe keine Worte, mit denen ich das, was ich gehört habe, beschreiben könnte. Es ist wunderschön. Viele tiefe Gedanken, aber es ist ein bisschen traurig, aber es ist wunderbar.

Sevdalina:

Ich finde den Text super! Die Beschreibungen und die Ausdrücke haben mir sehr gefallen. Meiner Meinung nach ist alles verbunden mit menschlichen Gefühlen.

Zhivko:

Ich finde den Text sehr tief, sehr empfindlich. Die Beschreibungen der Gefühle sind sehr berührend, alles steht hier.

Katja:

Mir hat dieses Gedicht ebenfalls sehr gut gefallen. Es sind die Gefühle sehr gut zum Ausdruck gekommen.

Lisa:

Ich finde, es waren einfach sehr schöne Wortspiele.

Anita:

Ich finde auch, sie hat sich sehr schön mit den Worten ausgedrückt. Es kommt ein bisschen wie ein Märchen herüber.

Judith:

Ich habe jetzt schon viele von Manuelas Texten gelesen, und das ist wirklich, glaube ich, der schönste gewesen. Er ist wunderschön, die kurzen Sätze, das passt sehr gut. Auch die Beschreibungen sind einfach schön. Es ist als zusammenhängender Text zu lesen – einfach schön!

Johannes:

Ich denke, der Text ist schon eine kleine Perle. Er hat mir sehr gut gefallen, besonders dieses Spiel, dass die Perle und die Muschel verbunden sind; die Perle wiederum mit Tränen dann mit einer Frau. Mich hat es auch irgendwie gestört, dieses Bild, das an irgendeiner Wand hängt, weil das fiel halt ein bisschen raus. Ähnlich kann ich auch mit dem Elfenkampf wenig anfangen, der hat einfach nur die poetische Bestimmung. Aber vielleicht weiß ich zu wenig von Elfen, sodass sich für mich dort die Assoziationsebene nicht erschließt. Eigentlich fand ich das wunderschön: die Farben, die Stimmungen, die Assoziationen, Verkehrungen der Ufer und auch die Verwandlungen der Dinge, dass aus der Träne die Perle, die Frau plötzlich am Meer ist ... also, ich fand das sehr, sehr schön, wie dieser Text seine eigene Welt schafft. Es hat Spaß gemacht, dem Text zuzuhören, vielleicht ist es für eine Stimmung, ein Gefühl ein wenig lang, aber das lässt sich da von zweimal zuhören nicht beantworten. Da kann man den Text vielleicht auch noch eine Weile liegen lassen, um darüber nachzudenken.

Martin:

Mir hat der Text auch sehr gefallen. Er ist sehr stimmungsvoll, die Bilder passen einfach sehr gut zusammen. Was für mich auch rausgefallen ist, war eben dieses Bild an der Wand, das nicht genauer beschrieben wird. Da kann ich mir nichts Genaueres darunter vorstellen, weder unter dem Bild noch unter der Wand, auf dem das zu sehen ist. Auch der Elfenkampf, das hat mir irgendwie nichts gesagt. Die Sonne, die sich verschluckt, das war für mich irgendwie eine Stilblüte, die Sonne, die da irgendwie auf einmal Schluckauf bekommt in diesem Gedicht. Ich weiß jetzt auch nicht, wie man das korrekt formulieren könnte, damit es jetzt eben wirklich passt. Und das mit dem Ufer am anderen Ende, also gut, manchmal gibt es das wahrscheinlich schon, dass man am Meer auch das andere Ufer sieht, aber ansonsten ist das ja eher eigentlich so weit weg, dass das schon jenseits des Horizonts ist. Aber das hat mich jetzt nicht wirklich gestört.