Kritik zum Text "Kriminalgeschichte" von Katrin Bartl
(Auszug)
Die Textbesprechung fand am 1. Juli 2001 während der Schreibzeit Leoben statt.
Susanne M.:
Ja ich weiß nicht, viel habe ich da momentan nicht dazu zu sagen. Für mich war es ein bisschen klischeehaft und unspektakulär, einer von diesen Detektivtexten, aber okay. Ich habe auch mit solchen angefangen.
Susanne H.:
Mich hat der Text überhaupt nicht so richtig angesprochen, und einige Worte waren ein bisschen fehl am Platz, fand ich. Zum Beispiel: "Ich stieg vom einen Bein auf das andere", dann war zweimal diese "Supercity", was ich irgendwie unwichtig fand, und dann diese ganze Passage hier hinten fand ich irgendwie ein bisschen unglaubwürdig, sie folgt ein bisschen Schlag auf Schlag und eigentlich nicht so richtig, nichts spektakuläres, wie sie schon gesagt hat. Hier hinten, diesen Teil fand ich überhaupt nicht gut. Zu der Form muss ich sagen, es ist kein einziger Absatz drinnen, es liest sich total blöd. Aber für 13 Jahre, ... also ich fand es nicht so besonders toll.
Nane:
Für eine 13-Jährige finde ich den Text nicht so schlecht. Ich finde, dass sie gut beschrieben hat. Die Geschichte ist natürlich nicht gerade sehr einfallsreich, aber sie hat, so nehme ich an, ein Thema vorgelegt bekommen. Der Schluss ist am Anfang schon vorauszusehen.
Kathi:
Für mich klingt der Text wie ein Schulaufsatz, wie eine Schularbeit oder eine Hausübung, nichts Besonderes, aber für eine 13-Jährige wirklich nicht schlecht, man kann sicher noch etwas daraus machen.
Maria:
Also, ich finde, sie hat die Situation relativ gut erklärt, aber es ist eine typische Gut-Böse-Geschichte, und irgendwie ist der Schluss dann auch einfach, ziemlich simpel.
Conny:
Ich empfinde den Text als wirklich nichts Außergewöhnliches oder Besonderes, wirklich, wie bereits gesagt wurde, ein Schulaufsatz. Manche Sätze waren vom Ausdruck her ganz gut, und dann waren aber auch einige Schwachstellen drinnen, vielleicht sollte sie ihn noch einmal überarbeiten.
Daniela:
Mir hat an dem Text gut gefallen, dass so ins Detail gegangen worden ist, dass man sogar die Nervosität spüren konnte, ansonsten habe ich ihn nicht so besonders gut gefunden.
Elisabeth:
Ich fand ihn weder sonderlich gut noch sonderlich schlecht. Ich finde, den Stil könnte sie noch sehr viel verbessern, da könnte sie es viel spannender machen. Es fehlt eine Pointe.
Katharina H.:
Ich finde, die Gefühle hat sie ganz gut ausgedrückt. Es klingt aber sehr unwahrscheinlich.
Judith:
Ich glaube, der Anfang war nicht so schlecht, der hat mir recht gut gefallen. Das Ende, das ist irgendwie zu plötzlich gewesen, und irgendwie wusste man es schon von vorne herein. Das ist zu schnell gegangen, vor allem zum Schluss.
Anita:
Ich finde der Text war nichts Besonderes, aber er ist sehr detailreich, das hat mir sehr gut gefallen.
Lisa:
Ich finde, sie hätte mehr Schilderungen einbauen sollen.
Katja:
Mir hat die Geschichte ziemlich gut gefallen, vor allem der Anfang. Das Ende ist dann sehr abrupt gekommen, das hat mir nicht so gut gefallen.
Zhivko:
Mir hat der Text gefallen, ich denke, die Dinge sind sehr gut ausgedrückt. Der Schluss ist etwas Spannendes.
Sevdalina:
Der Text hat mir auch gut gefallen und ist gut geschrieben.
Rossen:
Ich finde, für einen 13-jährigen Menschen ist das ein guter Text. Schon am Beginn wusste man, was das Ende sein sollte, es sollte eine Intrige in der Geschichte sein, damit man den Schluss nicht schon nach den ersten zwei Zeilen weiß, das ist die schlechte Seite vom Text. Aber ich finde, es ist eine gut geschriebene Kriminalgeschichte.
Svetlin:
Der Anfang hat mir gut gefallen, aber danach hätte sie ein bisschen tiefer gehen sollen. Der Text ist ein bisschen oberflächlich.
Martin:
Ich finde, für 13 Jahre ist der Text nicht so schlecht geschrieben, aber es sind sicherlich noch einige Stellen, wo man ein bisschen etwas ausbauen könnte. Ich habe mir anfangs auch schwer getan, mitzukommen: Sind die Polizisten draußen, sind sie drinnen? Ich hätte mir hier ein bisschen mehr an Beschreibung gewünscht. Das Ende war für mich ein bisschen unbefriedigend. Ich hätte mir da etwas Anderes gewünscht.
Johannes:
Ich fand den Text nicht besonders, nicht gut und nicht schlecht für 13 Jahre. Was mir am Anfang aufgefallen ist, ist dass dieser Wechsel: "der Inspektor Soundso" und dann der Wechsel in die Ich-Perspektive geht ziemlich abrupt, aber dann hat sie das ja so halbwegs durchgehalten. Was schade ist, ist dieser Mittelteil: Es geht ewig durch diesen Supermarkt, bis es endlich soweit ist, und dann passiert das, was immer im Märchen passiert. Die Bösen werden festgenommen. Da wird dann auf Spannung verzichtet, irgendwie wird das nicht wirklich aufgebaut in dem Text. Während am Anfang die Spannung aufgebaut wird, wenn es heißt: Dies ist mein erster Einsatz ... ich warte darauf ... dann wartet man eben auch darauf, und dann ist dieser Einsatz doch recht unspektakulär. Was ich noch sagen will: Plötzlicher gibt es nicht. Plötzlich ist ein Adverb und kann nicht gesteigert werden.