Kritik zum Text „Regentränen“ von Irmina Watzer

Die Besprechung fand während der Schreibzeit Hard 2006 statt.

 

Laura:

Zum Teil sind es schön beschriebene Bilder, allerdings auch unglückliche Formulierungen (die „unwirkliche Zimmerpflanze“ und „künstliches Wasser“). „Regentränen“ ist für mich keine Kurzgeschichte, sondern eher eine Beschreibung von Gefühlen und Stimmungen, da fast keine Handlung besteht. Zudem wechselt die Autorin die Zeit. Den letzten Satz halte ich für überflüssig, da er meiner Meinung nach ein wenig nach Motivationstraining und zu kitschig klingt.

 

Alexandra:

Teilweise gibt es sehr schöne Beschreibungen. Auch die Regentränen sind eine sehr gute Idee. Dass die Frau umsorgt von Maschinen ist und dann dennoch aufstehen darf, ist ein logischer Bruch. Der letzte Satz stört mich, da es das einzige Mal ist, dass der Leser direkt angesprochen wird.

 

Elisabeth:

Mir gefällt die Atmosphäre, die im Text aufgebaut wird, gut. Manche Bilder sind auch sehr schön, wie zum Beispiel die Stelle, wo der Sturm das Wasser gegen die Wand drückt. Andere Formulierungen finde ich missglückter: „als ob nie mehr ein Lachen zu hören wäre“ und „düsterer Planet“ klingt schon sehr melodramatisch. Auch frage ich mich bei „alles war schwarz“, ob das wirklich so stimmen kann, da das bedeuten würde, dass die Protagonistin kurzzeitig überhaupt nichts mehr sieht. In den anderen Punkten kann ich mich den anderen nur anschließen. Besonders problematisch finde ich die Zimmerpflanze, die wohl kaum unwirklich ist, und die Anrede am Schluss, die erstens viel zu abrupt ist und zweitens ein bisschen nach Erbauungsliteratur oder einem Testament, einem Abschiedsbrief klingt.

 

Laura:

Nach der Art: „Ich werde immer als Stern am Himmel funkeln“ ...