Mario Rubenzer (12)

Die Mutantenverfolgung

Ich wurde vom Vorsitzenden des Wissenschaftsministeriums in den brasilianischen Regenwald geholt, denn hier sollte angeblich ein Mutant aus einem Forschungszentrum entkommen sein. Sofort machte ich mich mit meinen Begleitern Fred und George auf die Suche nach dem Untier.

Während unserer Fahrt im Geländejeep erklärte mir Fred alles, was ich über das Vieh wissen musste. Es war eine Kreuzung aus Tiger, Frosch und Mensch. Mir war gleich, nachdem ich die Geschichte gehört hatte, klar, dass wir mit diesem Ungeheuer sicher kein leichtes Spiel haben würden, obwohl wir Betäubungsspritzen und Gewehre dabei hatten.

Nach drei Tagen fanden wir die ersten Spuren des Monsters. Sie waren noch relativ frisch und deshalb konnte es noch nicht weit gekommen sein. Am nächsten Tag begegneten wir ihm auch. Als Fred es aber betäuben wollte sprang es zur Seite und verschwand in den Wald.

»Mist, jetzt ist es uns entwischt!« rief George. Ich aber wusste genau, dass das Wesen nicht abgehauen war und teilte es auch gleich meiner Crew mit.

»Wahrscheinlich beobachtet uns das Untier gerade und wir merken es nicht!« sagte ich und ging in Deckung. Sie glaubten mir aber nicht und blieben ungeschützt auf dem Autodach sitzen.

Plötzlich sprang das Vieh aus seinem Versteck und riss meine Kollegen vom Dach. Diese Bestie zerfleischte sie und ich sprang aus meiner Deckung und trat dem Ungeheuer voll ins Gesicht. Das Wesen fauchte mich an und ich fing an zu laufen. Dieses Monster verfolgte mich und ich war sehr entsetzt, denn es kam immer näher und so wie ich gesehen hatte, konnte es Menschen mit nur wenig Kraftaufwand töten. Gegen es zu kämpfen wäre Selbstmord!

So schnell ich konnte eilte ich durch den Wald und als meine Kräfte fast am Ende waren, hörte ich in der Ferne etwas rauschen. Ein Wasserfall! Das Ungeheuer holte immer weiter auf und ich hetzte noch keuchend in Richtung Wasserfall. Plötzlich stürzte ich kraftlos zu Boden und rang nach Luft. Das Untier war da. Es stürzte sich auf mich und ich konnte es gerade noch mit meinem Fuß wegschlagen, sonst hätte es mich zerfetzt.

Noch immer schwer atmend richtete ich mich wieder auf und das Ungeheuer griff mich erneut an. Zum Glück konnte ich noch ausweichen und der Mutant krachte gegen einen Baum. Die Zeit, in der das Wesen am Boden lag, rannte ich weiter in Richtung Wasserfall. Ich kam auch bald dort an und stellte mich ganz nah an den Rand der Klippe. Das Atmen fiel mir schwer und ich wäre sicher zusammengebrochen, wenn mein Wille nicht so stark gewesen wäre. Schon nach ein paar Sekunden kam das wütende Untier auf mich zugerannt. Es sprang auf mich zu und kratzte mich im Gesicht. Danach fiel es hinunter, 20 Meter tief.

Aber durch die Wucht des Prankenhiebs verlor ich ebenfalls das Gleichgewicht und stürzte ab. Zum Glück konnte ich mich noch an einem herausstehenden Stein festhalten. Mit letzter Kraft zog ich mich hoch und blieb total regungslos am Boden liegen und schlief ein. Nach drei Stunden wachte ich wieder auf und sah nach unten. Der Steinboden war blutrot und die Bestie lag tot auf einem Felsen.

Noch voll fertig von dieser Flucht vor dem Ungetüm eilte ich zurück zum Wagen, lud die Leichen auf und verständigte per Funk die Organisation. Diese schickte einen Helikopter und ich wurde wohlbehalten geborgen.

Euer Phantomjäger