Lisa Roch (10)

Die Papierfabrik

An einem heißen Sommertag ging ich mit meiner Freundin Marlene in einem Fluss Schwimmen. Als wir gerade im schönsten Badespaß waren, bemerkte meine Freundin eine alte, verfallene Papierfabrik. »Hey, das macht bestimmt Spaß, da rein zu gehen!« sagte sie. Wir warfen unsere Sachen an die andere Seite des Flussufers und schwammen hinüber. Da sahen wir ein Schild, auf dem stand:

BETRETEN VERBOTEN! ELTERN HAFTEN FÜR IHRE KINDER!

Wir dachten uns nichts dabei, und gingen trotzdem rein. Überall hingen Papierfetzen, die unsere Gesichter streiften. Inzwischen war es dunkel geworden, und irgendwo bellte ein Hund. Irgend etwas knirschte hinter uns. Wir gingen weiter. Plötzlich legte mir ein schleimiges Etwas eine eklige Hand auf die Schulter. »Da vorne steht doch deutlich genug: BETRETEN VERBOTEN!« brummte das Etwas.

Wir erschraken (natürlich!!!!!) und versuchten abzuhauen. Aber dieser Schleimklops hielt uns fest. Durch die Bewegung unserer Füße wirbelte Staub auf, und wir bekamen einen heftigen Hustenanfall. Da hatte Marlene eine Idee. »Los! Wirble viel Staub auf, OK?« sagte sie.

»OK!«

Der Schleimklops fing an zu husten. Das war unsere Chance. »Loooooos!« rief ich, und wir rannten, so schnell wir konnten.

Spinnen streiften unsere Haare, aber das war uns egal. Wir wollten nur noch weg. Da vorne war der Ausgang! Nur noch ein paar Meter! Wir mussten es schaffen. Juhuuuuu! Wir hatten es fast geschafft; fast! Wir schmissen uns in die Wellen. »Schneller!« Ja! Wir waren am anderen Ufer. Wir hörten nur noch: »DAS NÄCHSTE MAL KRIEG’ ICH EUCH, IHR WANZEN!!!«