Schreibzeit Graz I 2002 – Tagebuch


Dienstag, 16. Juli 2002

Ausgeruht kletterten wir aus unseren bequemen Betten. Nachdem wir uns angezogen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Frühstückssaal. Wie jeden Tag gab es ein schmackhaftes Buffet. Mit vollem Magen ging es ans Geschichtenschreiben. Vier phantasievolle Themen standen zur Auswahl. Nach dem Vorlesen und Besprechen der Geschichten gab es ein gutes Mittagessen. Am Nachmittag gingen wir ins Freibad. Der Spaß soll schließlich nicht zu kurz kommen. Fröhlich planschten wir im kühlen Nass herum. Einige Kinder hatten auch Spiele mitgenommen. So lagen wir, wenn wir nicht gerade schwammen, faul in der Sonne und spielten. Gegen Abend spazierten wir zum Schloss zurück und aßen zu Abend.

Petra Erdely

Mittwoch, 17. Juli 2002

Heute weckte Christina uns, wie üblich, viel zu früh auf, um uns mitzuteilen, dass in ungefähr einer halben Stunde Frühstück ist. Um halb zehn trafen wir uns im Innenhof, um die Themen unserer letzten Geschichten zu erfahren. Gleich darauf holte eine Dame vom ORF Janine, Maria und uns, um uns zu interviewen. Die Frau fragte uns, wie wir zu den Ideen kämen, und so weiter. Das ganze nahm sie auf Kassette auf.
Danach mussten wir uns beeilen, um mit unseren Geschichten fertig zu werden. Christine organisierte für uns ein Geländespiel, das wir nach dem Mittagessen ausprobierten. Zuerst mussten wir blind zu einander finden, drei Fähnchen, drei Luftballons und einen Zettel mussten wir auch noch suchen. Etwas später gab es Abendessen. Danach richteten wir uns für die Lesung her. Es wurden Geschichten von Graz und von Tieren erzählt. Als die Lesung zu Ende war, gingen die Erwachsenen. Es war ein schöner Tag.

Alexandra und Steffi

Mittwoch, 18. Juli 2002 - Abreise


Mittags 12:51 Uhr
Na toll! Nachdem wir im Stau gestanden hatten (wir mussten von Schladming nach Bischofshofen mit dem Bus fahren), verkündete eine monotone Lautsprecherstimme: "Der Zug nach München - Hauptbahnhof ist gerade abgefahren, und wenn Sie trotzdem nach München wollen, müssen Sie nach Salzburg fahren und umsteigen! Den Zug nach Halle werden Sie auch nicht mehr schaffen!"
Heimwehgefühle stiegen in mir auf. Würden wir unser geliebtes Halle je wiedersehen? Frustessen war angesagt! Wir aßen unser selbstgeschmiertes bzw., wie in meinem Fall, selbstgekauftes Essen. Dann war Chillen oder Tagebuch Schreiben (Seufz - leider) angesagt.
In Salzburg hatten wir ca. eine halbe Stunde Aufenthalt. Vom Hunger geplagt, aßen wir überteuerte Würstchen.
Als wir endlich in München angekommen waren und es uns im Zug bequem gemacht hatten… traf uns fast der Schlag. Die Abfahrtszeit des Zuges verzögerte sich, da ein technischer Defekt vorlag. Ich drehte mich um, konnte aber kein Pech entdecken (Sprichwort: man ist vom Pech verfolgt!) Außerdem klebte auf Paulines Handy ein mysteriöser Sticker, und Karstens Zeitung war auf geheimnisvolle Weise verschwunden…

Maria Kösterke



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